JawPositioner 


Das fehlende Puzzleteil zur positionsechten Übertragung digital einartikulierter Modelle in den Laborartikulator



Das fehlende Puzzleteil für eine Kombination analoger und digitaler Arbeitsschritte bei der Erstellung von patientenindividuellem Zahnersatz wurde gefunden. Zirkonzahn bietet mit dem speziell entwickelten
Kunststoffrohling JawPositioner als einziger Anbieter die Möglichkeit, digital einartikulierte Patientenmodelle in kürzester Zeit vom virtuellen Artikulator 1:1 in den physischen Laborartikulator zu übertragen. Anhand der digital vorliegenden Daten zur Patientensituation wird aus dem JawPositioner im Fräsgerät in weniger als 10 Minuten eine Positionierschablone für das Patientenmodell (Oberkiefer) hergestellt. Diese wird nach Fertigstellung im Laborartikulator mithilfe des PlanePositioner®ausgerichtet, das Oberkiefermodell darin eingesetzt und dann eingegipst. Vorraussetzung ist die Verwendung eines Split-Cast-Systems (Splitex®, Adesso Split, KaVo, Quicksplit®, Axiosplit®). Im physischen Artikulator läßt sich die virtuell geplante Versorgung kontrollieren und manuell anpassen. Die dabei entstandenen Modifikationen können anschließend wieder digitalisiert werden. Somit können die Vorteile digitaler Artikulation mit manuellen Arbeitsschritten kombiniert werden. Anstatt die Gipsmodelle aufwändig manuell einzuartikulieren, werden diese bei der digitalen Einartikulation zunächst ohne Berücksichtigung der Position im Artikulator mit dem Scanner S600 ARTI digitalisiert. In der Software Zirkonzahn.Scan können sie dann mit wenigen Klicks digital einartikuliert werden. Hierzu werden 3D-Gesichtsscans mit dem Gesichtsscanner Face Hunter oder andere Hilfsmittel, wie Fotos, X-Ray-Bildern usw, verwendet. Für das Einartikulieren stehen momentan folgende Vorgehensweisen zur Verfügung: PlaneSystem®, Frankfurter Horizontale, Camperscher Ebene, Slavicek oder ganz individuell nach freiem Ermessen.
Auch wenn bei einem Patientenfall lediglich Intraoralscandaten vorliegen, können nun durch die Integration des JawPositioners in den Arbeitsprozess Meistermodelle gefräst oder gedruckt (3D-Printer) werden, die dann positionsecht im reelen Laborartikulator einartikuliert werden können.

Benötigte Softwareversionen:

Zirkonzahn.Scan: 4623.3
Zirkonzahn.Nesting: 6243 und höher (Installation auf Anfrage)
Zirkonzahn.Fräsen: 3751

Zur Trockenbearbeitung in allen Zirkonzahn Fräsgeräten (außer M1 Abutment) mit CAD/CAM Fräser PMMA Premium

Wilfried Tratter (ZTM und Software-Entwickler) zu den Möglichkeiten die der JawPositioner bietet:




"Analoge und digitale, also virtuelle Arbeitsschritte, schließen sich nicht mehr aus, sondern ergänzen sich ab jetzt. Beide Vorgehensweisen haben je nach Prozessgestaltung und Versorgungsart Vorteile und damit ihre Daseinsberechtigung. Auch wenn man den digitalen Workflow im Griff hat, ist es für uns als Handwerker doch wichtig, das Digitale mit den eigenen Händen im Laborartikulator zu kontrollieren. Hier gilt es, der „Arbeit“ den letzten Schliff zu verpassen, denn Kontaktpunkte, Funktionswege und so weiter können aufgrund der manuellen Nachbearbeitung (Keramikschichtung, Glasur et cetera) immer etwas von der Planungsgrundlage abweichen.

Andererseits bietet die virtuelle Welt deutliche Vorteile bei der patientenindividuellen Ausrichtung der Kiefer. Der „Patient“ kann mithilfe der digital hinterlegten, individuellen Ebenen, wie der Okklusionsebene beziehungsweise Mittellinie, digital viel besser ausgerichtet werden als auf analogem Weg.Mit dem PlanePositioner sowie JawPositioner und in Kombination mit der Software vereinheitlichen wir die Informationen aus der realen und virtuellen Welt. Ich habe damit zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit zu referenzieren, da man immer auf einen einheitlichen, patientenindividuell erhobenen Bezugspunkt im Raum zurückgreifen kann. Sowohl mechanisch als auch virtuell in der Software. Somit ist der Zahntechniker in der Lage, zwischen analogen und digitalen Schritten zu wechseln. Der Arbeitsprozess kann dadurch je nach Fall ganz individuell zusammengestellt werden, um so für jeden Fall das beste Ergebnis zu erzielen. Hierzu ein kurzes Beispiel aus dem Alltag. Für die Anfertigung einer klassischen Totalprothese wurde der Patient digital mit  Gesichtsscanner und PlaneSystem® erfasst und dann anhand der individuellen Ebenen in der Software perfekt ausgerichtet. Die Prothese lässt sich nun klassisch mit konfektionierten Zähnen aufstellen, da die Informationen aus der digitalen Welt über den JawPositioner und PlanePositioner in den Laborartikulator PS1 übertragen wurden. Hierzu wurde der physische PlanePositioner exakt nach den digitalen Werten des virtuellen PlanePositioners eingestellt. Somit kann bei der klassischen Zahnaufstellung die adäquate Zahnlänge, Mittellinie, Zahnachse, Zahnposition und Okklusionsebene gewählt werden.“

 

Auszug aus Interview Dental Dialogue 5/2016


Vorteile und Möglichkeiten im Überblick:
  • Kunststoffrohling mit speziell vorgefertigter Geometrie zur Herstellung CAD/CAM-gefräster Positionierschablonen.
  • über den JawPositioner Support fixierbar in allen Zirkonzahn Fräsgeräten mit Orbit.
  • in Kombination mit PlanePositioner® positionsechte Übertragung digital einartikulierter Modelle in den Laborartikulator (besonders PS1); Kiefermodelle jederzeit in wenigen Minuten exakt im Laborartikulator darstellbar.
  • Wichtiger Baustein zur Überführung von Intraoralscandaten in einartikulierte Meistermodelle.


Vorteile der digitalen Artikulation mit dem Gesichtsscanner Face Hunter:
  • Möglichkeit nach verschiedenen Kriterien in der Software Zirkonzahn.Scan einzuartikulieren, dank ästhetischer Hilfsmittel wie z.B. Okklusionsebene, Mittellinie, Fotos usw.
  • Einartikulieren nach PlaneSystem®, Frankfurter Horizontale, Camperscher Ebene, Slavicek oder ganz individuell nach freiem
    Ermessen möglich.
  • Grundsätzlich auf alle gängigen in der Software hinterlegten Artikulator-Systeme anwendbar.
  • Daten stehen sofort für die digitale Weiterverarbeitung bereit.

Beispiel des Workflows mit dem Einartikulieren nach Plaster (PlaneSystem®) 




 

Weitere Fallgalerie

Komponenten 


JawPositioner
Artikelnummer: ZBAC3501
Packungsinhalt: 1 Box mit 46 Stk. Kunststoffrohling mit speziell vorgefertigter Geometrie zur Herstellung CAD/CAM-gefräster Positionierschablonen.

JawPositioner Support
Artikelnummer: ZBAC3511
Packungsinhalt: Aufnahmehalterung zur Fixierung des JawPositioners im Orbit des Zirkonzahn Fräsgeräts.

Kunststoffklebmasse
Artikelnummer: ZBAC3551
Packungsinhalt: Kunststoffklebmasse zur Fixierung des JawPositioner Support im Orbit des Zirkonzahn Fräsgeräts.